Plansee: Unsere Kanutour mit Hund - Erfahrungsbericht und FAQ

03.09.2026

Sonst geht es für uns ja meistens in die Berge oder durch den Wald, für diesen Ausflug haben wir aber mal den festen Boden unter den Füßen, gegen Wasser und ein Boot getauscht. Einen Tag lang ging es mit dem Kanu bzw. Kandadier über den Plansee und Heiterwangersee. Wie wir das Abenteuer organisiert haben, was wir erlebten und welche Tipps wir für deinen Kanu Trip mit Hund haben, erfährst du nun im Blogbeitrag.

Erfahrungsbericht: Mit dem Kanu und Hund über den Plansee

Unser Abenteuer startete schon früh am Morgen. Wir wollten das warme Licht und das morgens noch spiegelglatte Wasser nutzen, daher standen wir um halb acht am Bootsanleger. Da wir den Kanadier online reserviert hatten (mehr zum Anbieter und Ablauf unten), konnten wir es ganz unkompliziert und kontaktlos abholen, noch bevor der offizielle Verleih öffnete. Perfekt! Neben dem Boot gehörten auch Schwimmwesten und wasserfeste Packtaschen zur Ausrüstung. Doch bevor wir überhaupt ins Wasser gingen, mussten wir erst einmal diese ganz besondere Morgenstimmung aufsaugen. Ein Bergsee ist ja ohnehin schon beeindruckend – aber wenn die Berge sich im glatten Wasser spiegeln und außer euch praktisch niemand unterwegs ist, hat das Ganze noch einmal eine ganz andere Atmosphäre.

An die Paddel, fertig, los!

Dann war es soweit. Unser Proviant für den Tag war sicher in den Packtaschen verstaut und Frieda durfte als Erste ins Boot. Wir nehmen für sie übrigens immer eine Decke mit. Darauf kann sie sich während der Fahrt hinlegen und weiß genau wo ihr Platz für den Tag ist. Frieda kennt Kanufahren bereits und war entsprechend tiefenentspannt. Wenn ihr mit eurem Hund zum ersten Mal aufs Wasser wollt, haben wir unten im FAQ aber noch ein paar Tipps zum Thema Sicherheit für euch.

Der Plansee ist etwa 5–6 Kilometer lang und über einen Kanal direkt mit dem Heiterwangersee verbunden. Wir hatten uns vorher keine feste Tour überlegt. Wir hatten den ganzen Tag Zeit und wollten einfach schauen, wie weit wir kommen. Unser Abholort war übrigens die Sennalpe ganz im Süden des Plansees. Der Heiterwangersee liegt am anderen Ende – deshalb konnten wir überhaupt nicht einschätzen, wie lange wir bis dorthin brauchen würden.

Aber das Wasser war spiegelglatt, Frieda entspannt und die Bedingungen perfekt. Also paddelten wir einfach los. Außer uns war tatsächlich niemand auf dem See. Ein paar Camper am Ufer winkten uns zu oder machten Fotos. Und ganz ehrlich: Mit unserem wunderschönen Kanadier waren wir vermutlich auch ein ziemlich cooler Anblick.

Wir kamen überraschend schnell voran, bis wir irgendwann einen Steg und einen kleinen Strand entdeckten. Also haben wir spontan angelegt.

Pause mit Aussicht

Wir setzten uns auf die Bänke aus Baumstämmen, aßen unsere mitgebrachten Laugenstangen und ließen Frieda ein bisschen die Umgebung erkunden. Genau diese spontanen Pausen haben wir beim Kanufahren so geliebt: Man ist nicht an eine Route gebunden, sondern kann einfach dort an Land gehen, wo es gerade schön aussieht.

Den Kanal zum Heiterwangersee konnten wir schon erkennen. Damit war unser nächstes Ziel klar. Die Fahrt durch den kleinen Kanal hat richtig Spaß gemacht und kurz darauf öffnete sich vor uns der Heiterwangersee. Mit der tief stehenden Morgensonne sah er einfach herrlich aus. Wir legten wieder an, weil das Ufer einfach zu verlockend aussah. Hier gab es sogar einen kleinen Picknickplatz mit Feuerstelle. Während wir also unseren kleinen Privatstrand erkundeten, legte in der Ferne das Ausflugsschiff am gegenüberliegenden Ufer ab. Hier ist ein bisschen Vorsicht angesagt: Durch das Schiff entstehen einige deutlich höhere Wellen. Wir hatten Glück und waren zu diesem Zeitpunkt gerade an Land. Wenn man bereits auf dem Wasser ist, sollte man die Wellen möglichst direkt ansteuern und nicht versuchen, sie seitlich zu kreuzen, so ist die Kippgefahr deutlich geringer.

Und irgendwo in der Ferne hörten wir plötzlich Kuhglocken. Micha machte sich also zu Fuß (und ohne Frieda) auf die Suche. Und tatsächlich: Zwei Buchten weiter standen und lagen sie einfach am Seeufer. Was für ein Anblick. Als wir später wieder ins Kanu stiegen, konnten wir die Kühe sogar noch vom Wasser aus sehen.

Gegen den Wind

Langsam machten wir uns wieder auf den Rückweg zur Verleihstation. Wir wussten schon vorher, dass der See um die Mittagszeit meist deutlich welliger wird und Gegenwind aufkommen kann. Und genau so war es auch bei uns. Das Paddeln wurde jetzt spürbar anstrengender, die Sonne stand deutlich höher und aus dem entspannten Morgenausflug wurde langsam eine kleine sportliche Herausforderung. Auf halber Strecke machten wir deshalb noch eine letzte Pause.

Obwohl es ein Augusttag mit bestem Wetter war, waren inzwischen zwar einige Fahrradfahrer, Wanderer und Sonnenanbeter unterwegs, insgesamt war es aber viiel weniger los, als wir erwartet hatten.

Die letzten Kilometer hatten es dann noch einmal in sich. Gegenwind, Wellen und langsam müde werdende Arme machten die Rückfahrt ganz schön kräftezehrend. Am frühen Nachmittag kamen wir schließlich wieder an der Sennalpe an. K.o., aber ziemlich glücklich. Wir hatten ca. 12-13 Kilometer zurückgelegt. Eigentlich hatten wir sogar überlegt, am Abend noch einmal für eine kleine Sonnenuntergangsrunde aufs Wasser zu gehen. Ein Gewitter, das aufzog, machte uns allerdings einen Strich durch die Rechnung.

Der Mitarbeiter beim Verleih war von unserer Tour übrigens ziemlich beeindruckt. Offenbar fahren gar nicht so viele mit dem Kanu bis zum Heiterwangersee.

Wir können die Tour aber wirklich nur empfehlen. Plansee + Heiterwangersee mit dem Kanu und Hund: für uns ein absolut herrlicher Tag.

FAQ: Kanu auf dem Plansee mit Hund

Plansee mit Hund: Sind Hunde am Plansee (überall) erlaubt?

Generell ist der Plansee ein toller Ort für einen Ausflug mit Hund. An der Sennalpe befindet sich ein gekennzeichneter Hundestrand samt Liegewiese, wenn du einfach baden und chillen möchtest. Zudem kannst du dich mit deinem Hund überall an den naturbelassenen Stränden rund um den See aufhalten. Viele davon kann man nur zu Fuß oder mit dem Kanu erreichen, weshalb es hier auch super ruhig und entspannt zugeht. Nur einzelne Abschnitte, die zu Hotels oder Campingplätzen gehören, sind nicht zwingend mit Hund zugänglich.

Kanufahren mit Hund auf dem Plansee: Welches Kajak mit Hund?

Wir haben kein eigenes Kanu oder SUP, daher mussten wir unser Kanuabenteuer etwas planen. Zuerst haben wir natürlich geschaut, ob und wo man überhaupt ein Kanu am Plansee mieten kann. Schnell waren unterschiedliche Anbieter gefunden. Ein kurzer Blick auf die Websites verriet uns zudem, welche Kanus angeboten werden. Wir finden, dass Kanadier, wie sie auch in Schweden für Kanu Touren genutzt werden, ideal für einen Tagesausflug mit Hund sind. Man hat reichlich Platz für zwei Personen und Hund (auch zwei Hunde würden problemlos passen) und kann sogar noch etwas Ausrüstung und Verpflegung für den Tag mitnehmen.

Wo kann ich am Planesee ein Kanu mit Hund mieten?

Wir haben uns für den Verleih SUP4fun (selbstbezahlt) entschieden. Dieser ist zum einen hundefreundlich und bietet zum anderen die Möglichkeit an, Kanus online vorzubuchen. Wir haben unser Kanu ca. eine Woche im voraus gebucht, was ich für die Sommermonate auch empfehlen würde. Während es vor Ort zwar reichlich Einer- und Zweierkanus und SUPs gibt, sind die Kanadier nämlich eher rar an der Zahl.

Wir haben 80 Euro für den ganzen Tag bezahlt. Gut ist, dass man das Kanu auch zwischenduch abgeben und später wiederkommen kann. Schade fanden wir, dass keine Halbtagesmiete angeboten wird. SUP4fun hat übrigens zwei Standorte: An der Seespitze und an der Sennealpe. Bereits bei der Buchung legt man selbst fest, an welchem Standort das Kanu abgeholt wird und damit auch, wo die Tour startet.

Was muss ich zu einer Kanutour mit Hund mitnehmen?

Wir hatten Snacks für uns und Frieda dabei, reichlich Wasser und Sonnenschutz. Für Hunde ist eine Decke praktisch, da der Boden des Kanadiers für Hunde nicht gerade bequem ist. Eine Wasserfeste Unterseite ist dabei nützlich, da man nicht ganz verhindern kann, dass beim Ein- und Aussteigen etwas Wasser ins Boot kommt.

Sicherheitstipps für Kanufahren mit Hund

Direkt vorweg: Wir haben für unsere erste Kanutour vor zwei Jahren einen speziellen Hundekurs im Schwarzwald gebucht. Hier konnten wir unter Anleitung ganz in Ruhe austesten, wie Frieda das Kanufahren gefällt und haben zudem einige Tipps erhalten, wie man im Notfall richtig reagiert. Glücklicherweise ist Frieda keine Wasserratte und ohnehin ziemlich entspannt. Daher hat sie sich gleich brav gesetzt und ist kurz später schon eingeschlafen. Bei den jüngeren Hunden sah das ganze etwas anders aus. Gerade die Wasserratten wollten durchaus auch mal in den See hopsen. Bevor man also auf eigene Faust einfach lospaddelt, sollte man sich mit dem Thema Sicherheit gut auseinandersetzen.

Sicherheitsweste für den Hund: Auch wenn dein Hund gut schwimmt, ist eine spezielle Hundeschwimmweste sehr zu empfehlen. Sie gibt Halt und bietet einen Griff, um den Hund im Notfall ins Boot zu heben. Im Verleih am Plansee sind nur Westen für die Menschen inbegriffen, die Weste für den Hund muss also selbst mitgebracht werden.

Niemals anleinen: Binde deinen Hund im Kanu niemals fest. Im schlimmsten Fall, reißt dein Hund das Boot um. Zudem muss er sich frei bewegen können, sollte er doch ins Wasser gelangen.

Boot stabilieren: Bleib unbedingt ruhig, wenn der Hund ins Wasser springt und ihr ihn zurück ins Boot holen wollt. Wenn das Ufer nicht zu weit weg ist, sollte sogar bevorzugt zurückgepaddelt werden. Beim Heben des Hundes muss das Boot gut stabilisiert werden. Bringt den Schwerpunkt in die Mitte des Bootes und setzt euch so tief hin, wie möglich. 

Kanu mit Hund im Schwarzwald

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